05 Juli 2024
04 Juli 2024
03 Juli 2024
Tag 63/92 Tallin
Ausgeschlafen und den Regen hörend, hab’s erst Frühstück. Im Hostel ist es extrem ruhig, klar ich habe ein Zimmer für mich, doch in der Küche war ich allein. Wichtigste Erledigung war heute Morgen das Ticket mit der Fähre nach Finnland. Morgen 8 Uhr geht es los und ich muss um 7 Uhr am Hafen sein. Mit dem Velo sind das knappe 10 Minuten. Der Morgen war wirklich verregnet, doch mit Jacke versorgt war es kein Problem zum Hafen zu gehen und zurück. Nachher suchte ich die Altstadt auf, ohne Plan bekam einiges zu sehen. Auf dem Hügel habe ich mir die Orthodoxe und die Lutherische Kathedrale angeschaut. Daneben sah ich auch viel kurioses. So zum Beispiel eine Strasse, die Rüütli heisst. Ebenso bin ich an der Griechischen und Nordmazedonischen Botschaft vorbeigekommen und sprach mit einem Mazedonier und einem estnischen Wachmann. Beide Botschaften sind im selben Gebäude! Später suchte ich das Museen auf, welche die sowjetische als auch deutsche Okkupation sehr anschaulich zeigte. Beide Okkupationen werden nicht gegeneinander gewertet. Auch wird nicht abgerechnet, sondern die Folgen gezeigt und wie das Leben nach 1991 immer noch schwer war. An einer Strasse war eine Erinnerung an Boris Jelzin aufgehängt, dankend für seinen Einsatz zur Unabhängigkeit. Estland und speziell Tallin machen für mich den westlichsten Eindruck, entsprechend ist auch das Preisniveau. Es wird viel gebaut und renoviert. Dann sprachen mich zwei Mormonen an, und bei einem Imbiss lernte ich einen Finnen kenn, den ich eher für einen Tunesier hielt. Heute muss ich also früh in die Federn, damit ich morgen nicht die Fähre verpasse.
02 Juli 2024
Tag 63/91 Pärnu-Jaagupi - Tallin
Heute musste ich mich aus dem Bett schleppen, obwohl ich gut geschlafen hatte. In der Herberge war es still und nach dem Frühstück machte ich mich auf zur Weiterfahrt. Ich hatte grad so 500 Meter gefahren, als ich bemerkte, dass ich die Trinkflaschen vergessen hatte und den Hausschlüssel schon im Briefkasten eingeworfen hatte. Also ab in den Laden und Wasser kaufen. Nach langer Überlegung hatte ich mich für eine Route nicht direkt nach Tallin entschieden. Die direkte wäre die E67 gewesen, doch von den Lastwagen hatte ich genug. Es war zu befürchten, dass vor Tallin der Verkehr nochmals dichter wird und der Spass noch tiefer sinkt. Meine Alternative sollte mich nach Turba bringen, da dort ein Motorsport Museum sich befindet, 2 ähnliche Museen in zwei Tagen. Nach 10 Km konnte ich in eine Nebenstrasse abbiegen und von da weg wurde es still. Ich genoss diese Ruhe. Gegen Mittag erreichte ich den Ort Kullamaa, wo sich ein Schloss befand. Vorher durfte ich noch auf einem schönen Feldweg durch den Wald fahren. Gelbe, weisse, dunkle, Schmetterlinge waren zugegen. Beim Schloss machte ich den Mittagshalt, und plötzlich tauchte ein weiterer Fahrradfahrer auf. Es war Jokūbas, ein 23 jähriger junger Mann aus Kaunas, Litauen, der auf dem Heimweg war. Vor mir stand ein Kraftmaschine! Er kam grad aus dem Militärdienst und wir hatten ein sehr schönes Gespräch. Natürlich habe ich ihm meine Geschichte vom NATO-Flughafen erzählt und er kannte diesen Weg! Bald hiess es wieder Abschied nehmen, beide in anderer Richtung, bei mir hiess der Nächste Ort Risti. Dort wurde ich auf zwei Sehenswerte Orte aufmerksam. Das eine war ein Wasserturm, das andere war ein ehemaliger Bahnhof, wo ein Kreuz aus Schienen jetzt steht. Es ist ein Mahnmal für die 20‘000 Esten, die von hier in den Gulag deportiert wurden. Gegen Osten war das ehemalige Bahntrasse nun ein Fahrradweg, man wird nachdenklich, wenn man darauf fährt. In Turba angekommen, besuchte ich nun das Motorsport Museum, das schon mehr hergab als das gestrige, aber man könnte schon noch da und dort Gegenstände sichtbarer machen. Das Gebäude war sicher früher dazu benutzt worden, um Strom zu produzieren. Eine grosse Dampfmaschine von der BBC geliefert, war noch zu sehen. Und auch heute sieht man Hochspannungsleitungen in unmittelbarer Nähe. Mit dem Zug ging’s flott nach Tallin. Hier sind die Züge wirklich Fahrradfreundlich. Mein Hostel fand ich auf Anhieb, bin im 4.OG und es ist ganz angenehm. In einem estnischen Restaurant habe ich vorzüglich gegessen, es war mit alten Sachen bestückt und als ich so herumguckte, sah ich plötzlich eine Lampe, die ich 1980 von Irek geschenkt bekam, als ich zum ersten Mal in Polen war. Sachen gibt es!
76,3 Km; 217 Hm; 19,8 Km/h
01 Juli 2024
Tag 62/91 Salagcriva - Pärnu-Jaagupi
Nachdem ich gestern Abend mit Gregor und Bernadette noch lange über Polen gesprochen haben, ging’s bald ins Bett und der Schlaf holte mich bald ein. Frühstück und Verabschiedung von den Beiden, denn etwas mehr als 100 Km standen auf dem Plan. Zügig erreichte ich die Grenze zu Estland, der Übergang völlig unaufgeregt, zwei Flaggen, ein Grenzstein, ein Grenzrinnsal und ein alter Wachturm, der vor sich hin rostet, das wars. Ebenso zügig erreichte ich den Kilometer 28, welcher heute den 5000. Kilometer bedeutete. Am Weg etwas erhöht, stand ein Mann und klatschte bei meiner Vorbeifahrt in die Hände. Ich kehrte um, um ihn auf dieses denkwürdige Ereignis aufmerksam zu machen. Er staunte! Raimund aus Nürnberg war mit dem Wohnmobil unterwegs und hat dort die Nacht verbracht. Etwas später gab es noch mit 3 Holländer ein kurzes Gespräch. Der Ort dieses Jubiläum hiess Kabli. Wiederum erreichte ich gegen 12 Uhr meine 40 Km Marke, Zeit zum etwas essen. Ich fand einen schönen Platz, ein eingerichteter Rundweg um Natur beobachten zu können. Nach der Pause begann es zu nieseln und ging dann relativ schnell im Regen über. So hiess es Regenjacke, Regenhose und Stulpen anziehen. Der Regen wurde noch stärker, also blieb nur eine Bushaltestelle übrig, die Überdacht war. Trotz des vielen Verkehrs machte ich ein Nickerchen. Der Regen liess nach und ich machte mich auf nach Pärnau. Nun lagen noch 25 Km bis nach Pärnau-Jaagupi vor mir. Bei der Einfahrt des Dorfes gab es ein Automuseum. , klar musste ich meine Nase reinstecken. Hier gab es alte sowjetische Autos zu sehen, aber auch ein paar westliche. Leider waren die Exponate eng nebeneinander aufgestellt, so dass Fotografieren Schein ist. Nach dem Besuch suchte ich die Unterkunft auf , welche sich als Pilgerherberge entpuppte. Epp, so hiess die empfangsfrau, zeigte mir das Haus wo ich die Nacht verbringen kann. Wir hatten ein schönes Gespräch, vor allem über Estische Gepflogenheiten, die Finnland nahe kommen. Mit dem Abendessen im Hause geht auch dieser Tag zur Neige!
105,7 Km; 304 Hm; 20,4 Km/h
Tag 5 Olderdalen - Tromsø
Heute Nationalfeiertag und mein letzte grössere Tour! Heute komme ich in Tromsø an und werde morgen Freitag doch noch einiges zu tun haben....
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Heute Nationalfeiertag und mein letzte grössere Tour! Heute komme ich in Tromsø an und werde morgen Freitag doch noch einiges zu tun haben....
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Frühstück gibt es erst um 8.30 oder so, griechische Zeit und so geht’s wiederum spät los! Ziel Kalamata wenn’s klappt im wissen, dass zwei ...






